Herzlich Willkommen auf der 
Homepage  vom
BLIST e.V Lüneburg
 



Startseite

 

Termine und Tipps
 

Wissenswertes
....schon gewusst?

 


BLIST Vorstand
 und Informationen

 

Kontakt und Impressum
  Disclaimer

(Haftungsausschluss)


 
Linkliste

 
Unsere Bücherliste
Hier kann man sich Bücher
 gegen einer Gebühr ausleihen


 

 


 

 

 
 


 


 

 

 


Wissenswertes

....schon gewusst?

Der  Christopher Street Day
(Seine Erstehung und Bedeutung)

LesBiTransSchwule Symbole

Berühmte Persönlichkeiten
 

Berühmte Persönlichkeiten

 

Freddie Mercury
 Die charismatischste  und schillerndste Persönlichkeit 
 
der Rock-Geschichte.
21 Jahre lang war er Frontmann der
 britischen Rockgruppe Queen.

 

Hier live
am 12.07.1986, London (Wembley Stadium), England

 


"Queen" setzen mit ihren pompösen Bühnenshows neue Maßstäbe. Freddie Mercury zelebriert auf der Bühne eine Mischung aus Verkleidungskunst, Narzissmus, Machogehabe und Glamrock.

Von 1975 bis 1976 folgen Hits wie "Killer Queen", "Bohemian Rhapsody" und "Somebody To Love". "Queen" sind Dauergast in den internationalen Charts.

Mercury machte nebenbei auch Soloplatten. Gemeinsam mit der Opernsängerin Montserrat Caballe veröffentlichte er Ende 1987 die Nummer "Barcelona“.

 Am 23. November 1991 bestätigte Freddy Mercury auf einer Pressekonferenz, dass er an der Immunschwächekrankheit Aids leide. "Die Zeit ist jetzt für meine Freunde und Fans in aller Welt gekommen, um die Wahrheit zu wissen, und ich hoffe, dass alle zusammen mit mir und meinen Ärzten den weltweiten Kampf gegen diese schreckliche Krankheit unterstützen," sagte Freddy. Bis zum Schluss lebte Mercury für seine Musik.
 Er arbeitet bis zuletzt an dem letzten Album von Queen.

"Lasst mich singen, ich werd’s singen, ich gebe Euch alles, was ich kann“, sagte er seinen  drei musikalischen Weggefährten. In den Mountain Studios der Queen-Musiker bei Montreux am Genfer See verabredete er sich immer dann mit der Band, wenn seine Kräfte es einigermaßen zuließen.

Zehn Songs spielte Freddie ein, darunter das noch von ihm komponierte
 Stück "A Winter’s Tale“. Als letztes sang er "Mothers’s Love“, eine ergreifende Ballade. Die Platte sollte, so war es sein Wunsch, erst vier Jahre nach seinem Tod erscheinen. So kam "Made in Heaven“ erst im November 1995 auf den Markt und eroberte die Hitparaden in der ganzen Welt. Mehr als zehn Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. "Made in Heaven“ - das beeindruckende musikalische Testament des Sängers Freddie Mercury.

 1992 fand im Londoner Wembley-Stadion das Freddie-Mercury-Aids-Benefiz-Konzert statt, das bei der weltweiten Übertragung die bisher größte Zuschauermenge weltweit sind über eine halbe Milliarde Fernsehzuschauer
 vor die Fernseher lockte. Mercury wurde im gleichen Jahr nachträglich mit dem "Brit Award“ für seinen "außergewöhnlichen Beitrag zum britischen Musikleben“ ausgezeichnet. Auf Freddies Wunsch wurde nach seinem Tod der Mercury Phoenix Trust, eine Aids-Hilfsorganisation, gegründet.

Gemeinsam mit Freddie Mercurys großem Idol Liza Minelli sangen am Ende alle Künstler gemeinsam "We Are The Champions".
Mit Sicherheit hat Freddie dieses Ereignis mit Freude
 vom Himmel aus verfolgt  und kräftig mitgesungen, eben Freddie eben.

**************************************************

Marlene Dietrich

 
Hier habe ich für euch  das
Musikvideo:
Sag mir, wo die Blumen sind. Wo sind sie geblieben?

 

Als Lola im "Blauen Engel" beginnt die erstaunliche
 Karriere von Marlene Dietrich.
 Die Figur der Lola ist als eine Ikone der femme fatale in die moderne Kulturgeschichte eingegangen und wird bis heute von vielen Künstlern und Fotografen als ein Zitat weiblicher Dominanz eingesetzt.

Marlene Dietrich erlebt den Erfolg des "Blauen Engel"   in Deutschland nicht mehr. Noch am Abend der Berliner Premiere ist  sie  auf dem Weg nach Hollywood. Hier dreht sie mit Gary Cooper "Morokko- den Film, der sie über Nacht zum Weltstar  macht.
Ihre  Affären mit Männern sowie mit Frauen, sind kein Geheimnis. Sie stellt sich der Öffentlichkeit sagt : ich bin wie ich bin.

  Auch mit ihrer Garderobe gibt sie sich je nach Lust und  Laune ein männliches oder weibliches Aussehen; sie provoziert modische Skandale durch ihr  selbstbewusstes Auftreten.

Sie  wird für Generationen zur Leitfigur einer unabhängigen,
selbstbewussten Frau.

Für die Amerikaner repräsentiert sie moderne europäische Frau, die Europäer sehen in ihr den amerikanischen Glamour-Star. Aber Marlene Dietrich lässt sich auf keine dieser Vorbildfunktionen festlegen.

Versuche, sie nach 1933 für Dreharbeiten nach Deutschland zurückzuholen scheitern.

1939 wird sie amerikanische Staatsbürgerin. Durch Freunde in Deutschland  und den Emigranten in Hollywood ist Marlene Dietrich sehr genau über die Situation in Deutschland informiert.

 1944/45 gibt sie Konzerte für die amerikanischen Truppen in Europa.

 Ihr  Verhältnis zu Deutschland bleibt gespannt.  Viele Deutsche halten Marlene Dietrich vor, dass sie im Krieg nicht auf deutscher Seite stand, sondern die Amerikaner im Kampf gegen das "Dritte Reich" unterstützt hatte.

International wird Marlene Dietrich verehrt, ihre zweite Karriere als Showstar ist fast noch erfolgreicher als ihre Hollywood-Karriere. Sie, die eigentlich nicht singen konnte, kreiert einen neuen Stil: den Sprechgesang, mit dem sie ihre ganze Show bestreitet. Über 30 Jahre tritt Marlene Dietrich auf den Bühnen vieler Weltstädte auf, singt über 30 Jahre lang dieselben Lieder und veröffentlicht Platten mit vielen Standards und wenig neuen Liedern. Nur ein Lied, schafft es  in die Hitparaden und bewegt heute noch die Gemüter wie damals:
 "Sag mir, wo die Blumen sind".

1975 endete ihre Kariere nach  einem Unfall, während eines Auftritts in Sydney.
Sie zieht sich
 immer mehr in ihre Pariser Wohnung zurück.
1978 hat  sie noch  einem kurzen Auftritt in dem
Film "Schöner Gigolo, armer Gigolo".
 Danach lässt sie alles hinter sich ,nur ihre Angehörigen und ihre Sekretärin haben Zutritt in ihre Wohnung.  Diese wird sie bis zu ihren Tod auch nicht mehr verlassen.

Maximilian Schell, mit dem sie einen Dokumentarfilm über ihr Leben produziert, muss ohne ein aktuelles Bild von ihr auskommen. Sie will als  die strahlende Marlene Dietrich den Menschen in Erinnerung bleiben.
 Was ihr vortrefflich gelingt,

 Sie wird zum lebenden Mythos, sie wird zur Unsterblichen.

**************************************************

Rio Reiser

 
Rio Reiser´s
Coming Out (Für immer und dich)

**************************************************

Oscar Wilde

Oscar Wilde wurde als zweites Kind des Arztes Sir William Wilde in Dublin geboren. Seine Mutter Lady Francesca Wilde schrieb in ihrer Jugend als "Speranza" antibritische Gedichte, und später führte die außergewöhnliche und unangepasste Lady Wilde in Dublin einen literarischen Salon.

Oscar Wilde besuchte das Trinity College in Dublin und später das Magdalena College in Oxford. Dort schrieb er erste Gedichte und schloss sich unter dem Einfluss Walter Paters der Bewegung des l'art pour l'art an.
Mit seinem scharfen Verstand, seinem treffsicheren Witz und seinem ästhetischen Gespür war Wilde die Verkörperung des "Dandy" schlechthin.
 Die Türen der Kunst- und Theaterwelt standen ihm weit offen, als er sich nach ausgedehnten Reisen durch Italien und Griechenland 1879 in London niederließ. Hier pflegte er eine enge Freundschaft mit der Schauspielerin Lillie Langtry, deren skandalöses Leben Wilde zu seinem Theaterstück "Lady Windermere's Fan" inspirierte. Oscar Wilde wurde schnell zu einem gefeierten Mitglied der Londoner Schickeria. Er war eine Berühmtheit als Kunstkritiker und Journalist, vor allem aber als Asthet mit ungewöhnlicher Kleidung, originellen Sichtweisen und immenser Schlagfertigkeit.

1881 wurde Oscar Wildes erste Gedichtsammlung veröffentlicht.
1884 heiratete er Constanze Lloyd und ließ sich in Chelsea nieder.
 Ihr erster Sohn Cyril wurde ein Jahr später geboren, 1886 folgte ihm Vyvyan.
Von 1887-1889 war Oscar Wilde Herausgeber der Zeitschrift "The Woman's World". Er unterstützte den Feminismus und schrieb: "Der wachsende Einfluss von Frauen ist das einzig Beruhigende in unserem heutigen politischen Leben". Auch in seinen Werken finden sich immer wieder für die damalige Zeit untypische und starke Frauenfiguren wie Lady Gertrude Chiltern. Oscar Wildes Beziehung zu seiner Frau Constanze hatte sich allerdings schnell zu einer platonischen Beziehung entwickelt, obwohl Constanze ihn weiter anbetete.

"Das Bildnis des Dorian Gray" verschaffte Wilde große Anerkennung, rückte ihn aber auch auf ganz andere und völlig unerwartete Weise ins Rampenlicht des öffentlichen Interesses:
Schon kurz nach seiner Veröffentlichung im Jahre 1891 wurde der Roman von einigen Buchhändlern boykottiert.  Im gleichen Jahr traf Wilde erstmals Lord Alfred Douglas, der damals in Oxford studierte. Ein Jahr später wurde die Freundschaft der beiden intim, und es dauerte nicht lange, bis Oscar Wildes Leben von seiner Leidenschaft für den gleichermaßen attraktiven wie schwierigen Lord Douglas, genannt Bosie, bestimmt wurde. Bosie hatte immer wiederkehrende Phasen von Bosheit und Gewaltigkeit, und er quälte Wilde mit seinen Beziehungen zu minderjährigen Jungen und männlichen Prostituierten. Trotzdem ließ Wilde sich in seiner Liebe zu Bosie nicht beirren, überschüttete ihn mit Geschenken, Dinnereinladungen und Reisen, die schließlich seine finanziellen Mittel gefährlich strapazierten und ihn zu ruinieren drohten.

Im Juni 1893 reiste Bosie auf Wildes Zureden hin nach Ägypten. Endlich fand Wilde wieder Zeit und Ruhe für seine Arbeit. In dieser Zeit entstand "Ein idealer Gatte", in dem Wilde eine bis dahin unbekannte Empfindsamkeit und Versöhnlichkeit offenbarte. Vielleicht trat angesichts der immer lauter werdenden Gerüchte um Wildes Sexualität und der ständigen Angst vor Erpressung seine mitfühlende und tolerante Seite stärker hervor.
 Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, geriet er dann durch einen Sensationsprozess ins soziale Abseits. Anlass war seine homosexuelle Beziehung zu Bosie dem jungen Lord Alfred Douglas, dessen Vater ihn wegen "Sodomie" verklagte. Das Gericht befand Wilde auch in einem Wiederaufnahmeverfahren im Mai 1895 für schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus. Der Ausgang des Verfahrens bedeutete Wildes finanziellen und gesellschaftlichen Ruin sowie letztlich seinen psychischen Zusammenbruch. Nach seiner Entlassung emigrierte er nach Paris, wo er am 30. November 1900 an einer Hirnhautentzündung starb

Mein Lieblingsbuch von Oscar Wilde ist:
 Das Gespenst von Canterville

 

**************************************************

Klaus Mann

 

1926 ging er als Theaterkritiker nach Berlin und lebte dort als exzentrischer Bohemien, der aus seiner Homosexualität nie einen Hehl machte. Während sein Vater mit pedantischer Disziplin Weltliteratur verfasste, reiste Klaus Mann mit seiner Schwester Erika ruhelos durch die Weit.

1926 erschien die autobiographisch geprägte Erzählung "Kindernovelle", 1932 veröffentlichte er die Autobiographie "Kind dieser Zeit". Ein Jahr später bereits,1933, emigrierte er nach Amsterdam und gab dort bis 1935 die Emigrantenzeitung ‘Die Sammlung’ heraus.
1936 erschien der auf Gründgens bezogene Roman
"Mephisto. Roman einer Karriere".
Im gleichen Jahr verließ Klaus Mann Europa und ging in die USA, wo er als Journalist arbeitete und 1938 als Beobachter im
spanischen Bürgerkrieg tätig war.

1942 erschien die Autobiographie
 "The Turning Point" (dtsch. 1952 "Der Wendepunkt").
 Vor seinem Selbstmord in Cannes am 22.5.1949 verfasste er den von Pessimismus bestimmten
 Essay "Die Heimsuchung des europäischen Geistes".


Zu meinen Lieblingsbüchern von Klaus Mann gehören :

Alexander

Symphonie Pathètique

**************************************************

Judy  Garland
Sie gehört zu den Größten Gay-Ikonen aller Zeiten

 

Somewhere over the rainbow - Judy Garland
 

Ihr großer Durchbruch als Schauspielerin und Sängerin erreichte Sie 1939 im Alter von 16 Jahren. In dem Musical  “ Der Zauberer von Oz „ in der Rolle als Dorothy. Für ihre Darstellung erhielt sie einen Spezial-Oscar als "Beste jugendliche Darstellerin". der unvergessliche Song „Over the Rainbow“.  erhielt ebenfalls einen Oscar.

Interessanterweise entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte vor allem in der schwulen Szene in den USA ein unglaublicher Kult um den Film, nicht nur wegen "Over the Rainbow". So avancierte das Zitat "Are you a friend of Dorothy?" zu einem Codewort, um dem anderen seine Homosexualität zu signalisieren. Und  im vergangenen Jahr das Lied vom American Film Institute zum besten Filmsong aller Zeiten gewählt.

Nun ab diesem Zeitpunkt war Judy Garland das „All American Sweetheart“, was ihr jedoch Leistungen abverlangte, denen sie nicht gewachsen war. Der Preis für diese Traumkarriere war sehr hoch: ein übervoller Terminkalender, Drohung einer fristlosen Kündigung bei Veränderung der Stimme oder Figur, so wurde Sie im Auftrag der Filmstudios in  Korsetts gezwenkt  und  mit Pillen voll gestopft um den Babyspeck wegzubekommen. Der private Teufelskreis begann: Tabletten zur Beruhigung, zum Schlafen und zum Aufwachen. Depressionen, Migräne und Wutausbrüche - Judy Garland rutschte ab, wurde unzuverlässig und launisch am Drehort.

Mit 19 heiratete sie den Komponisten David Rosedie, die Ehe hielt drei Jahre. Ihr zweiter Ehemann wurde der Regisseur Vincente Minelli ,
1946 kam Tochter Liza zur Welt. Sie brillierte in einigen Filmen wie zum Beispiel Osterspaziergang an der Seite von Fred Astaire. Allerdings spielte ihre Psyche bald nicht mehr mit, so dass ihr MGM 1950 kündigte.
Judy Garland unternahm daraufhin ihren ersten Selbstmordversuch,
 bald darauf trennten sich Judy Garland und Vincente Minelli.

Ihr neuer Manager Sid Luft, wurde 1952 ihr dritter Ehemann. Er half ihr dabei, eine erfolgreiche zweite Karriere als Sängerin und Schauspielerin  aufzubauen. Nur ein Jahr später feierte Judy Garland ein Comeback in dem Film  Ein neuer Stern am Himmel (A Star Is Born) und wurde für den Oscar nominiert.

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre und noch Anfang der 60er konnte sie viele Erfolge auf Bühne und Leinwand verzeichnen. Gleichzeitig litt sie aber weiter an Depressionen und unter ihrer zunehmenden Tablettenabhängigkeit. Judy Garland bekam aber weder ihre Tablettensucht noch ihre Alkoholsucht in den Griff. Am 22. Juni 1969 im Alter von nur 47 Jahren starb Judy Garland in London an einer Überdosis Schlaftabletten.

 An die 30000 Menschen  nahmen am offenen Sarg in New York Abschied von ihr. Der  27. Juni der Tag ihrer Beerdigung ging in die Geschichte ein. Denn an diesem Tag werten sich
 
die Besucher der Stonewall Inn Bar in der Christopher Street, fügten sich diesmal nicht den Schikanen der Polizei, sondern schlugen zurück. Zum ersten Mal wehrten sich Schwule, Lesben  und vor allem Transsexuelle mit ihren Freunden gegen ihre alltägliche Unterdrückung und forderten Ihr Recht auf Gleichstellung, Respekt und Toleranz ein, aus dieser Revolte ging   der heutige CSD hervor!